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Fahrerkarte beantragen
 
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Fahrerkarte beantragen

Leistungsbeschreibung

Für bestimmte Kraftfahrzeuge, die ab 01.05.2006 erstmals in den Verkehr gebracht wurden, ist die Verwendung eines digitalen Fahrtenschreibers vorgeschrieben. Betroffen sind Fahrzeuge, die zur Güterbeförderung dienen und deren zulässige Höchstmasse einschließlich Anhänger oder Sattelanhänger 3,5 Tonnen übersteigt sowie Fahrzeuge, die zur Personenbeförderung dienen und die nach ihrer Bauart und Ausstattung geeignet und dazu bestimmt sind, mehr als neun Personen - einschließlich des Fahrers - zu befördern.

Der digitale Fahrtenschreiber zeichnet die Lenk- und Ruhezeiten auf, erschwert Manipulationen, die zu Lasten der allgemeinen Verkehrssicherheit und von Sicherheit und Gesundheitsschutz des Fahrers gehen und erleichtert die Überwachung durch die Verantwortlichen im Unternehmen sowie durch die Aufsichtsbehörden. Die Fahrerkarte findet Verwendung anstelle des sogenannten Schaublatts bei analogen Fahrtenschreibern. Die Fahrerkarte enthält die Angaben zur Identität des Fahrers und ermöglicht die Speicherung von Tätigkeitsdaten wie Lenk- und Ruhezeiten.

Voraussetzung für Fahrten mit Fahrzeugen, die den Lenk- und Ruhezeitvorschriften unterliegen, ist der Besitz bzw. die Verwendung einer Fahrerkarte. Jeder Fahrer darf nur eine Fahrerkarte besitzen.

Folgende Daten sind insbesondere ablesbar:

  • Name, Vorname, Geburtsdatum, Lichtbild und Unterschrift des Antragstellers,
  • Führerscheinnummer,
  • Nationalität des ausstellenden Staates,
  • Gültigkeitsdauer (von / bis),
  • Lenk- und Ruhezeiten (einschließlich Unterbrechung und ob der Fahrer alleine oder im Zweifahrerbetrieb gefahren ist),
  • Daten, die das Fahrzeug betreffen (Betriebszeiten, Datum, behördliches Kennzeichen, Kilometerstand),
  • Ereignisse, Fehler und Kontrollen.

Verfahrensablauf

Grundsätzlich darf nicht ohne Fahrerkarte gefahren werden (siehe Abschnitt: "Welche Fristen muss ich beachten?" Rechtzeitig vor den Einsatz für Fahrten auf Fahrzeugen mit einem digitalen Fahrtenschreiber ist die Fahrerkarte zu erwerben.

An wen muss ich mich wenden?

Wenden Sie sich an die zuständigen Fahrerlaubnisbehörde des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt Ihres Hauptwohnsitz (für mindestens 185 Tage im Jahr).

Voraussetzungen

Kann zum Zeitpunkt der Antragstellung noch kein ordentlicher Wohnsitz im Inland (185 Tage) nachgewiesen werden, reicht es aus, wenn glaubhaft gemacht wird (z. B. Mietvertrag, Arbeitsvertrag), dass ein Aufenthalt von mehr als 185 Tage ansteht. Die Fahrerkarte können nur Inhaber eines gültigen Führerscheins in Form des Kartenführerscheins erhalten. Sollte noch kein Kartenführerschein vorliegen, muss dieser bei Antragstellung der Fahrerkarte gleichzeitig mit beantragt werden (dann werden zwei Lichtbilder benötigt).

Welche Unterlagen werden benötigt?

Für die Beantragung sind folgende Angaben erforderlich bzw. Nachweise vorzulegen:

  • Geburts- und Familienname, Vorname, Tag und Ort der Geburt, Muttersprache,
  • einen EU-Kartenführerschein der entsprechenden Führerscheinklasse, der dazu berechtigt, Fahrzeuge zu führen, für die die Lenk- und Ruhezeiten nach der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 zu beachten sind; er kann ggf. gemeinsam mit der Fahrerkarte beantragt werden,
  • ein Lichtbild neuen Datums, vor hellem Hintergrund in Größe 35 x 45 mm, das den Antragsteller ohne Kopfbedeckung im Halbprofil zeigt,
  • Anschrift und einen Wohnortnachweis (Personalausweis oder Reisepass in Verbindung mit einer Meldebestätigung).

Bei der Antragstellung sind wahrheitsgemäße Angaben über die Antragsdaten sowie eventuell vorhandene Fahrerkarten zu machen. Der Identitätsnachweis ist durch persönliche Beantragung bzw. Abholung der Fahrerkarte sicherzustellen.

Welche Gebühren fallen an?

Bei Antrag auf Ausstellung einer Fahrerkarte wird eine Gebühr von 22,00 Euro zuzüglich der Auslagen für die Personalisierung der Fahrerkarte durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) fällig.

Erfolgte die Identifikation bei Antragstellung, kann die Fahrerkarte auch per Post zugeschickt werden. Dies ist bei Antragstellung anzugeben und die fälligen Auslagen dafür zu entrichten.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Gültigkeit der Fahrerkarte beträgt fünf Jahre. Der Antrag auf eine Folgekarte ist rechtzeitig, jedoch frühestens sechs Monate und spätestens 15 Werktage vor Ablauf der Gültigkeit der Fahrerkarte, ggf. gleichzeitig mit der Verlängerung des EU-Kartenführerscheins, zu stellen. Bei Verlust, Diebstahl, Fehlfunktion bzw. Beschädigung der Fahrerkarte darf die Fahrt ohne Fahrerkarte längstens 15 Kalendertage fortgesetzt werden. Daher ist unverzüglich, spätestens binnen sieben Werktage, eine Ersatzkarte zu beantragen.

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsfrist beträgt in der Regel einige Werktage, so dass spätestes nach 15 Werktagen die Fahrerkarten zur Verfügung stehen.

Was sollte ich noch wissen?

Ein sorgfältiger Umgang zur Vermeidung von Beschädigung oder Verlust sowie Missbrauch der Fahrerkarte jeglicher Art liegt in der Verantwortung des Fahrers.

Der Verlust, der Diebstahl, eine Fehlfunktion, die Beschädigung oder der Missbrauch der Fahrerkarte ist der zuständigen Ausgabestelle zu melden. Der Diebstahl ist bei der zuständigen Behörde (Polizei) in dem Land, in dem sich der Diebstahl ereignet hat, anzuzeigen.

Damit der Unternehmer seiner Pflicht, die auf der Fahrerkarte gespeicherten Daten spätestens aller 28 Kalendertage nach einem aufgezeichneten Ereignis auszulesen und zu speichern, nachkommen kann, hat der Fahrer dem Unternehmer die Fahrerkarte zur Verfügung zu stellen.

Ab dem 15.03.2019 werden Fahrerkarte für Fahrtenschreiber der zweiten Generation ausgegeben. Die Fahrerkarten der 2. Generation funktionieren auch im Fahrtenschreiber der 1. Generation.

Fachlich freigegeben durch

Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Fachlich freigegeben am

14.02.2019
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