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Tierarzt - Zulassung (Approbation)
 
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Tierarzt - Zulassung (Approbation)

Leistungsbeschreibung

Um den Beruf als Tierärztin oder Tierarzt in Deutschland dauerhaft ausüben zu können, ist eine gesonderte Berufsberechtigung - die Approbation erforderlich.

Die Approbation berechtigt Sie, die Berufsbezeichnung „Tierärztin“ bzw. „Tierarzt“ zu führen.

Elektronische Antragstellung

Beschleunigen Sie Ihre Antragstellung! Nutzen Sie das Thüringer Antragssystem für Verwaltungsleistungen (ThAVEL). Dieser kostenfreie Dienst des Freistaats Thüringen stellt die notwendigen Antragsdokumente für die hier ausgewählte Verwaltungsleistung auf einem virtuellen Schreibtisch bereit. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen bei der Antragstellung. Fragen können Sie direkt an die zuständigen Behördenmitarbeiter richten.

Verfahrensablauf

Die Approbation wird von dem Bundesland erteilt, in dem die Tierärztliche Prüfung abgelegt wurde bzw., wenn die tierärztliche Ausbildung außerhalb von Deutschland erfolgt ist, von dem Bundesland, in dem der tierärztliche Beruf ausgeübt werden soll. Wollen Sie den Beruf in Thüringen ausüben, müssen Sie schriftlich/elektronisch einen Antrag bei der zuständigen Stelle dieses Bundeslandes stellen. Die zuständige Stelle bestätigt Ihnen innerhalb eines Monats den Empfang der vorgelegten Unterlagen und teilt Ihnen gegebenenfalls mit, welche Unterlagen fehlen. Das weitere Approbationsverfahren hängt von den vorgelegten Ausbildungsnachweisen ab, ggf. auch von den im Rahmen der tierärztlichen Berufspraxis gewonnenen Kenntnissen und Fähigkeiten, und davon, ob die Ausbildungsnachweise innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union erworben wurden (vgl. hierzu insbesondere § 4 Bundes-Tierärzteordnung). Nach erfolgter Approbation wird Ihnen eine Approbationsurkunde ausgestellt.

An wen muss ich mich wenden?

Wenden Sie sich an  das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV).

Voraussetzungen

Die Approbation kann nur erteilt werden, wenn Sie über eine erfolgreich abgeschlossene tierärztliche Ausbildung verfügen. Eine im Ausland abgeschlossene Ausbildung muss einem deutschen Hochschulstudium gleichgestellt oder gleichwertig sein. Gegebenenfalls müssen Sie eine Kenntnis- oder Eignungsprüfung ablegen. Außerdem dürfen Sie sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht haben, aus dem sich die Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des tierärztlichen Berufs ergibt und Sie dürfen nicht in gesundheitlicher Hinsicht für die Ausübung des Tierarztberufes ungeeignet sein. Erforderlich ist, dass Sie über die für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Benötigt werden die nach § 4 Abs. 6 der Bundes-Tierärzteordnung und § 63 der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV) erforderlichen Unterlagen. Das sind im Regelfall:

  1. der Personalausweis oder bei Ausländern oder Ausländerinnen der Reisepass oder ein sonstiger Identitätsnachweis des Antragstellers oder der Antragstellerin,
  2. eine Erklärung darüber, ob gegen den Antragsteller oder die Antragstellerin ein gerichtliches Strafverfahren oder ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren anhängig ist,
  3. eine ärztliche Bescheinigung, die nicht älter als einen Monat sein darf, aus der hervorgeht, dass der Antragsteller oder die Antragstellerin nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs ungeeignet ist,
  4. die Geburtsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch der Eltern, bei Verheirateten auch die Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem für die Ehe geführten Familienbuch,
  5. ein amtliches Führungszeugnis, das nicht früher als einen Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf,
  6. das Zeugnis über die Tierärztliche Prüfung,
  7. ein Nachweis über die für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache (nur bei Antragstellern aus nicht deutschsprachigen EU-/ Nicht-EU- / EWR-Staaten).

Die Unterlagen sind in Form von beglaubigten Kopien vorzulegen, insbesondere die Ausbildungsnachweise wie Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstige Befähigungsnachweise. Von fremdsprachigen Unterlagen sind Übersetzungen in deutscher Sprache vorzulegen, die von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer angefertigt wurden. Das TLV kann für bestimmte Unterlagen eine andere Form zulassen.

Die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellten Dokumente können von EU-Staatsangehörigen im Rahmen der Richtlinie 2005/36/EG und der dazu erlassenen Umsetzungsvorschriften ab 18. Januar 2016 auch elektronisch übermittelt werden. Im Fall begründeter Zweifel an der Echtheit der vorgelegten Dokumente und soweit unbedingt geboten, kann das TLV auch in diesem Fall die Vorlage beglaubigter Kopien verlangen.

Welche Gebühren fallen an?

Für die Erteilung einer Approbation nach § 4 Abs. 1 oder § 4 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 1a, 2 oder § 15a Bundes-Tierärzteordnung ist ein Gebührenrahmen von 90 bis 240 EUR und für die Erteilung einer Approbation nach § 4 Abs. 3 Bundes-Tierärzteordnung ein Gebührenrahmen von 190 bis 350 EUR festgelegt.

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Antrag auf Erteilung einer Approbation muss vor Ausübung des tierärztlichen Berufs gestellt werden.

Bearbeitungsdauer

Über den Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Vorlage der Unterlagen nach § 63 Abs. 1 bis 4 TAppV zu entscheiden. In den in § 63 Abs. 5 Satz 2 TAppV genannten Fällen stehen vier Monate zur Verfügung.

Rechtsbehelf

Gegen die Entscheidung zu Ihrem Antrag bzw. gegen eine nicht fristgerecht getroffene Entscheidung stehen Ihnen die Rechtsbehelfe nach der Verwaltungsgerichtsordnung zur Verfügung (Widerspruch, gegebenenfalls Klage vor dem Verwaltungsgericht).

Anträge / Formulare

Wir bereiten vor, dass Sie alle erforderlichen Anträge und Formulare über den Zentralen Thüringer Formularservice finden können.

Was sollte ich noch wissen?

Ein tierärztliches Tätigwerden vor Erteilung der Approbation kann zu strafrechtlichen Folgen gemäß § 132a Strafgesetzbuch (StGB) führen.

Die Regelungen des Arzneimittelgesetzes sind ebenfalls zu beachten.

Eine nur vorübergehende Ausübung des tierärztlichen Berufs ist auch auf Grund einer Erlaubnis nach § 11 Bundes-Tierärzteordnung zulässig.

Alle Tierärzte und Tierärztinnen, die in Thüringen ihren Beruf ausüben oder, falls sie ihren Beruf nicht ausüben, dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, gehören der Landestierärztekammer Thüringen an (ausgenommen sind die in der Aufsichtsbehörde tätigen Tierärzte und die Tierärzte, die den Beruf nur vorübergehend und gelegentlich im Rahmen des Dienstleistungsverkehrs nach Europarecht ausüben). Jeder Kammerangehörige hat sich innerhalb eines Monats nach Aufnahme der beruflichen Tätigkeit bei der Landestierärztekammer und dem zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt anzumelden (§ 2 Abs. 2 Thüringer Heilberufegesetz).

Fachlich freigegeben durch

Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF)

Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV)

Fachlich freigegeben am

24.11.2015

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