Sachverständige - öffentliche Bestellung und Vereidigung/Wirtschaft

Leistungsbeschreibung

Durch die öffentliche Bestellung des Sachverständigen nach §§ 36,36a Gewerbeordnung soll erreicht werden, Gerichten, Behörden, Wirtschaft und Allgemeinheit besonders zuverlässige, glaubwürdige und auf einem bestimmten Sachgebiet besonders sachkundige und erfahrene Personen zur Verfügung zu stellen, wenn ein Bedarf hierfür besteht. Sie ist keine Zulassung zu einem Beruf, sondern die Zuerkennung einer besonderen Qualifikation. Das Verfahren auf öffentliche Bestellung wird durch einen schriftlichen Antrag unter Angabe des Sachgebietes bei der zuständigen IHK eingeleitet. Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung sind erheblich über dem Durchschnitt liegende Kenntnisse, Fähigkeiten und praktische Erfahrungen auf dem betreffenden Sachgebiet erforderlich, die der Bewerber zur Überzeugung der IHK nachzuweisen hat. In den meisten Sachgebieten erfolgt dies durch Begutachtung vor einem hierfür eingerichteten Fachgremium.

Bei positiver Entscheidung der IHK erfolgt die öffentliche Bestellung und Vereidigung des Sachverständigen. Sie ist auf 5 Jahre befristet (bei Erstbestellung und in begründeten Ausnahmefällen kann diese Frist unterschritten werden) und kann auf Antrag für jeweils weitere 5 Jahre erneuert werden.

Zu diesem Anlass werden dem Sachverständigen Bestellungsurkunde, Stempel und Ausweis sowie die Sachverständigenordnung der Bestellungskörperschaft ausgehändigt. In Thüringen erfolgt die öffentliche Bestellung und Vereidigung für bestimmte Sachgebiete im Einvernehmen mit der Ingenieurkammer und/oder Architektenkammer Thüringen.

Ein ähnliches Verfahren gilt für die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Probenehmern.

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