Beantragung von Ausbildungsförderung für eine schulische Ausbildung (einschließlich Praktikum) in Deutschland (BAföG - Schüler)

Leistungsbeschreibung

Schülerinnen und Schüler erhalten auf Antrag bei nachgewiesenem Bedarf ab Beginn der Ausbildung eine Förderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.

Gefördert werden Ausbildungen an Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachoberschulen Berufsaufbauschulen, Kollegs, Akademien sowie Abendhaupt-, Abendreal- und Abendgymnasien.

Der Besuch von allgemein bildenden Schulen und Berufsfachschulen, das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und andere Formen der beruflichen Grundbildung ab Klasse 10 sowie Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch keine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, können nur ausnahmsweise gefördert werden. Die Schülerin/der Schüler muss in jedem Fall außerhalb des Elternhauses wohnen und weitere Voraussetzungen erfüllen (§ 2 Absatz 1a BAföG). Es wird empfohlen, sich vom zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beraten zu lassen.

Die Förderung und deren Höhe richten sich nach den geltenden Bedarfssätzen. Sie sind abhängig vom Einkommen und Vermögen der Schülerin/des Schülers und - da die Förderung grundsätzlich familienabhängig erfolgt - vom Einkommen der Eltern und des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners. Soweit im Gesetz festgelegte Freibeträge überstiegen werden, wird dies auf den jeweiligen Bedarfssatz angerechnet und verringert den Förderungsbetrag entsprechend.

In besonders gelagerten Fällen, beispielsweise beim Besuch des Kollegs oder wenn die Schülerin/der Schüler nach Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens fünf Jahre erwerbstätig war, kann eine elternunabhängige Förderung erfolgen (§ 11 Absatz 3 BAföG).

Schülerinnen und Schüler, die mit mindestens einem eigenen Kind bis 9 Jahre in einem Haushalt leben, erhalten einen Kinderbetreuungszuschlag von 130 € für jedes Kind als nicht rückzahlbaren Zuschuss (§ 14b BAföG).

Über die Entscheidung erhält die Schülerin/der Schüler einen schriftlichen Bescheid. Bei einem positiven Bescheid werden die Zahlungen monatlich im Voraus auf das angegebene Konto überwiesen.

Schülerinnen/Schüler mit Ausbildungsvertrag für eine betriebliche Ausbildung haben keinen Anspruch auf BAföG-Leistungen. Sie können einen Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beim zuständigen Arbeitsamt/Jobcenter stellen.

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