Erbschaft-/Schenkungsteuer

Leistungsbeschreibung

Erbschaftsteuer wird auf den Erwerb von Vermögensübertragungen infolge des Todes des Erblassers erhoben. Sie ist als Erbanfallsteuer ausgestaltet, d. h. es wird nicht der gesamte Nachlass besteuert, sondern die Zuwendung, die beim jeweiligen Erben, Pflichtteilsberechtigten, Vermächtnisnehmer oder sonstigen Erwerber ankommt.

Schenkungsteuer wird auf den Erwerb von Vermögen durch Schenkung unter Lebenden erhoben. Erbschaft- und Schenkungsteuer sind im selben Gesetz geregelt.

Die Frage, ob und in welcher Höhe Erbschaft-/Schenkungsteuer zu entrichten ist, richtet sich nach dem Wert des Erwerbs und dem Verwandtschaftsverhältnis. Jedem Erwerber steht ein persönlicher Freibetrag zu, der sowohl für Erwerbe von Todes wegen als auch für Schenkungen gilt. Der persönliche Freibetrag kann bei Schenkungen vom selben Schenker alle 10 Jahre erneut genutzt werden.

Der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) unterliegen

  1. der Erwerb von Todes wegen (z. B. Erbschaft, Vermächtnis)
  2. die Schenkungen unter Lebenden
  3. die Zweckzuwendungen (Zuwendungen von Todes wegen oder freigebige Zuwendungen unter Lebenden, die mit der Auflage verbunden sind, zugunsten eines bestimmten Zwecks verwendet zu werden)
  4. das Vermögen einer Stiftung, sofern sie wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien errichtet ist, in Zeitabständen von je 30 Jahren (Erbersatzsteuer)

Die Erbschaft-/Schenkungsteuer ist eine Stichtagssteuer. Sie entsteht auf einen bestimmten Zeitpunkt - den Besteuerungszeitpunkt. Bei Erwerben von Todes wegen ist das grundsätzlich der Todestag des Erblassers. Bei Schenkungen unter Lebenden entsteht die Steuer zum Zeitpunkt der Ausführung der Schenkung.

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