Beantragung von Ausbildungsförderung für ein Studium (einschließlich Praktikum) in Deutschland (BAföG - Studierende)

Leistungsbeschreibung

Studierende erhalten auf Antrag bei nachgewiesenem Bedarf ab Beginn der Ausbildung Förderung in Form eines Zuschusses (50 %) und eines zinslosen Darlehens (50 %). Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Das zinslose Staatsdarlehen wird später in niedrigen Raten zurückgezahlt, höchstens bis zu 10.000 €. Gefördert werden das Studium und das Praktikum (§ 17 BAföG).

Die Förderung und deren Höhe richten sich nach den geltenden Bedarfssätzen. Sie sind abhängig vom Einkommen und Vermögen der/des Studierenden und - da die Förderung grundsätzlich familienabhängig erfolgt - vom Einkommen der Eltern und des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners. Soweit im Gesetz festgelegte Freibeträge überstiegen werden, wird dies auf den jeweiligen Bedarfssatz angerechnet und verringert den Förderungsbetrag entsprechend.

In besonders gelagerten Fällen, beispielsweise beim Besuch des Kollegs oder wenn die/der Studierende nach Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens fünf Jahre erwerbstätig war, kann eine elternunabhängige Förderung erfolgen (§ 11 Absatz 3 BAföG).

Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind bis 13 Jahre in einem Haushalt leben, erhalten einen Kinderbetreuungszuschlag von 140 € (ab Studienjahr 2020/2021 150 €) für jedes Kind als nicht rückzahlbaren Zuschuss (§ 14b BAföG).

Über die Entscheidung erhält die/der Studierende einen schriftlichen Bescheid. Bei einem positiven Bescheid werden die Zahlungen monatlich im Voraus auf das angegebene Konto überwiesen.

Die Förderung erfolgt grundsätzlich bis zum Ende der Regelstudienzeit. Darüber hinaus ist eine Förderung möglich, wenn besondere Voraussetzungen vorliegen und diese für die Studienverzögerung ursächlich sind, beispielsweise Pflege eines Angehörigen, Schwangerschaft, Erziehung eines Kindes bis zu 14 Jahren, Mitwirkung in satzungsmäßigen Organen der Selbstverwaltung der Studierenden an den Hochschulen (§ 15, § 15a BAföG).

Nach dem Ende der (verlängerten) Förderungshöchstdauer kann für die Dauer von bis zu 12 Monaten Studienabschlusshilfe geleistet werden, wenn die/der Studierende spätestens innerhalb von 4 Semestern nach diesem Zeitpunkt zur Abschlussprüfung zugelassen wird und die Prüfungsstelle bescheinigt, dass innerhalb der Abschlusshilfedauer der Abschluss erreicht werden kann. Die Leistung erfolgt als verzinsliches Bankdarlehen (§ 15 Absatz 3a, § 18c BAföG).

Keine zuständige Stelle gefunden

Bitte geben Sie Ihren Ort an.