Reiseleiter(in) - EU-Bescheinigung über ausgeübte Tätigkeiten nach der Berufsanerkennungsrichtlinie

Leistungsbeschreibung

Reiseleiter sind qualifiziert, die Wünsche der Gäste zu erkennen, auf sie einzugehen sowie Probleme flexibel, kreativ und mit hoher Qualität zu lösen. Reiseleiter stellen die Qualität der gebuchten Angebote sicher, betreuen die Gäste umfassend, sind erste Anlaufstelle bei Beschwerden und zeigen als Mittler zwischen den Kulturen das Urlaubsziel von seiner schönen Seite. Dabei stehen Reiseleiter für respekt- und verantwortungsvollen Tourismus.

Anders als in Deutschland ist die Ausübung der beruflichen Tätigkeit als Reiseleiter in mehreren Mitgliedstaaten der EU an bestimmte Berufsqualifikationen gebunden und damit „reglementiert“. Nach der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (Richtlinie 2005/36/EG - Berufsanerkennungsrichtlinie) dürfen deutsche Reiseleiter in diesen Mitgliedstaaten vorübergehend tätig werden, wenn sie in Deutschland rechtmäßig niedergelassen sind und den Beruf mindestens zwei Jahre in den vorhergehenden zehn Jahren in Deutschland ausgeübt haben.

Den Reiseleiterberuf reglementiert haben derzeit die Länder Frankreich, Griechenland, Italien, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Ungarn und Zypern.

Um nachprüfen zu können, ob deutsche Reiseleiter die genannten Voraussetzungen erfüllen, können die Mitgliedstaaten, die den Reiseleiterberuf reglementiert haben, von deutschen Reiseleitern verlangen, dass sie vor einer Arbeitsaufnahme in ihrem Mitgliedstaat schriftlich Meldung erstatten und diese Meldung jährlich erneuern. Der Meldung muss laut Art. 7 Abs. 2 b) und d) Berufsanerkennungsrichtlinie eine Bescheinigung darüber beigefügt sein, dass der Reiseleiter in Deutschland rechtmäßig zur Berufsausübung niedergelassen ist und seinen Beruf mindestens zwei Jahre in den vorhergehenden zehn Jahren in Deutschland ausgeübt hat.

Dieser Nachweis kann durch eine „EU-Bescheinigung über ausgeübte Tätigkeiten nach den Bestimmungen der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen“ der Industrie- und Handelskammern erbracht werden. Die Zuständigkeit der örtlichen Industrie- und Handelskammern für die EU-Bescheinigung ergibt sich aus Art. IV des Gesetzes zur Durchführung von Richtlinien der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft über die Niederlassungsfreiheit und den freien Dienstleistungsverkehr (NiederlFrhEWGDG) i.V.m. § 5 Abs. 1 Nr. 2 der Ersten Verordnung zur Durchführung von Richtlinien über die Niederlassungsfreiheit und den freien Dienstleistungsverkehr in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (1. DV Niederlassungsfreiheit EWG).

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